Rawalpindi, Pakistan
Mehr Hilfe für Menschen mit Behinderungen in neun Dörfern Pakistans

Uns Schwestern in Rawalpindi ist es wichtig, Menschen mit Behinderungen zu helfen und zu fördern und in den Dorfgemeinschaften Ausgrenzungen und Vorurteile abzubauen.

Bereits seit dem Jahr 2011 arbeitet ein Team von unseren Mitarbeitenden in drei ländlichen Gemeinden des Distrikts Rawalpindi, um die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, ihre Familien zu beraten und die Dorfgemeinschaften zu schulen. Für viele Betroffene hat das spürbare Verbesserungen in ihrer Situation gebrach. Deshalb war es uns wichtig, diese Arbeit auf neun weitere entlegene Dörfer auszudehnen.

 

Sehr gefreut hat uns, dass das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit im August 2021 einen mehrjährigen Projektvorschlag dafür genehmigt hat und finanziell unterstützt. Diesen hatten wir zusammen mit der Deutschen Lepra und Tuberkulosehilfe (DAHW) erarbeitet. Sofort nach der Genehmigung hat sich unser engagiertes Team „in die Arbeit gestürzt“. In der ersten Phase werden alle Haushalte in den „neuen“ Dorfgemeinschaften besucht, um die Zahl und die Situation der Menschen mit Behinderungen genau zu erfassen, damit sie optimal gefördert werden können.

Bei diesen Hausbesuchen ist es wichtig, dass lokale Frauen bereit sind mitzuarbeiten, denn in unserer Kultur kann ein familienfremder Mann keine Hausbesuche machen; die Familien würden es strikt ablehnen. Diese geschulten lokalen „Rehabilitations-Helferinnen“ haben sich bisher als sehr engagiert, lerneifrig und zuverlässig erwiesen. Auch für sie ist es eine Chance für ihre Zukunft, denn sie haben nun eine anerkannte Funktion im Dorf und ihr Horizont erweitert sich. 

Wir Schwestern wünschen uns, dass viele Menschen mit Behinderungen durch diese Arbeit eine neue Perspektive für ihr Leben bekommen und damit auch eine positive Veränderung in den Dörfern beginnt.

— Sr. Dr. Chris, 20. September 2021