Wir sind eine evangelische Kommunität in ökumenischer Offenheit. Der Name, unser Miteinander und die gemeinsamen Aufgaben sollen den Leitgedanken unseres Lebens zum Ausdruck bringen: von Christus getragen – Christus tragen.
Wir Schwestern an der Not-Gottes-Kapelle
Wir leben nicht hinter Klostermauern, sondern in neun Schwesternteams an unterschiedlichen Orten. Auch ohne Tracht und Gelübde sind wir eine ordensähnliche Gemeinschaft, zu der heute 41 Schwestern gehören.
Getragen von Christus wollen wir Christus zu den Menschen tragen. Der Name Christusträger erinnert an die Legende von Christophorus. So wie wir sind, dürfen wir zu Gott kommen. Wir gehören ihm und er selbst trägt uns. Durch den Glauben wohnt Christus in uns. Er schenkt uns Liebe und Hoffnung, befreit uns zur Freude. Wir möchten anderen an dieser Freude Anteil geben und sie zu einem Leben mit Jesus einladen.
Durch unser Leben und Arbeiten möchten wir das Evangelium, die gute Botschaft von Jesus, weitergeben:
Nicht das fällt in die Waagschale, was wir sind oder was gelingt,
bei Gott zählt die Absicht unseres Herzens,
in allem, durch alles und mit allem Ihn zu lieben.
Zitat nach Br. Erwin Klinge, CT
Wir wollen uns gegenseitig ermutigen und unterstützen. In aller Verschiedenheit sind wir herausgefordert einander anzunehmen, zu vergeben, Offenheit und Vertrauen zu üben.
Den Tagesablauf gestaltet jede Schwesterngemeinschaft entsprechend ihren Aufgaben und Lebensumständen. Eckpunkte sind:
Wir pflegen Tischgemeinschaft, feiern gern und verbringen unsern Urlaub miteinander. Auch unsere Senioren-Schwestern leben in Hausgemeinschaften. Ihr Gebet ist ein wichtiger Dienst. Trotz der großen Entfernungen sind wir verbunden durch das regelmäßige Mitteilen der Alltagserlebnisse, geistlichen Erfahrungen und Gebetsanliegen. Das "Wort des Monats" ist ein kleines Steinchen in diesem Mosaik.
Die Verantwortung für die gesamte Schwesternschaft hat ein Leitungsteam, das unterstützt wird vom Schwesternrat.
Das Leben in Gemeinschaft ist schön und herausfordernd zugleich. Es verläuft oft anders als erwartet, aber wir gehen auf das Ziel zu: Christus!
Die Legende erzählt von einem jungen Mann, der den mächtigsten Herrn der Welt suchte. Ihm wollte er sein Leben zur Verfügung stellen.
Ein Einsiedler riet ihm: »Geh an den reißenden Fluss. Trage die Leute ans andere Ufer. Sei jedermanns Diener, so wird dir Christus, der Herr aller Herren, begegnen.«
Eines Nachts bat ihn ein Kind, er möchte es auf die andere Seite bringen. Beim Durchqueren des Flusses wurde die Last immer schwerer. Nur mit äußerster Anstrengung erreichte er das rettende Ufer. »Ich meinte, zusammenzubrechen. Es war mir, als trüge ich die Last der ganzen Welt auf meinen Schultern!« »Du trugst mehr als das«, sagte das Kind. »Du trugst Christus, den Herrn der Welt, auf deinen Schultern.«
Damit wird Christophorus zum Bild für jeden Christen. Denn jeder Christ trägt in sich Jesus Christus und ist somit ein Christusträger.