Rödermark
Zeit des Erinnerns im Haus Morija

„ABSCHIED ist ein Thema, das in unseren Häusern immer präsent ist. Es gehört zu unserem Leben,

Aus dem Plakat zur Einladung . Gemälde von E. Münch

Aus dem Plakat zur Einladung . Gemälde von E. Münch

Abschied spiegelt sich in der Natur wieder, in Tag und Nacht, im Wechsel der Jahreszeiten. Das Sterben eines Menschen erleben wir zunächst als etwas Endgültiges - von unserem irdischen Leben aus betrachtet. Der damit verbundene Schmerz ist schwer.“ So Sr. Sibylle am Anfang der Feier in der Kapelle des Pflegeheims.

 

Sr. Sibylle

Sr. Sibylle

Weiter führte Sr. Sibylle aus:

„Die meisten von uns wissen: Abschiednehmen ist oft ein Weg, Sterben ist ein Weg – ganz unterschiedlich und immer individuell. Wie gut, wenn der Weg begleitet ist, wenn keiner allein ist, wenn man ihn bewusst gehen kann…

Wie gut, wenn dieser Weg dann ein Ziel hat:

  • Dankbares Loslassen
  • Wiedersehens-Hoffnung
  • Auferstehungsglaube
  • Himmel ohne Schmerz, Leid und Geschrei
  • Erlebte Versöhnungskraft
Kerzen und Steine zur Erinnerung

Kerzen und Steine zur Erinnerung

Wir wollen die Namen der Bewohnerinnen und Mieterinnen, die im vergangenen Jahr verstorben sind, verlesen. Wir möchten uns erinnern und die Menschen, die wir eine Wegstrecke lang begleitet haben würdigen. Denn jedes Menschenleben hat seinen Wert und seine Einmaligkeit.

Wir bieten ein Ritual an. Manche kennen den jüdischen Brauch, Steine auf den Gräbern abzulegen. Durch dieses „Stein auf Stein legen“ wird dem Verstorbenen Ehre erwiesen, es ist ein Zeichen des Respekts und geschieht im Gedenken an den Verstorbenen. Wir werden für jede Person ein Teelicht anzünden, und Sie haben die Möglichkeit, in aller Ruhe und ganz bewusst einen Stein aus der vorbereiteten Schale dazuzulegen.

Zu Beginn zünde ich am Altar auch eine Kerze an für alle, die unter den aktuellen Kriegen zu leiden haben, die fliehen müssen oder bereits gestorben sind!“

— Sr. Sibylle, 6. März 2026