Ende letzten Jahres hatten wir darüber informiert, dass 2026 in unserer Gästearbeit Veränderungen anstehen. Vieles fand in den letzten Monaten tatsächlich zum letzten Mal statt und war manchmal mit Schmerz auf beiden Seiten verbunden, bei Gästen und bei uns. Es sind in den Jahrzehnten doch viele Beziehungen gewachsen, die geprägt und erfreut haben.
Hergershof im Winter
In allem Erleben der letzten Monate wurde es uns nochmal ganz stark bewusst, wieviel freundschaftliche Verbindungen und Beziehungen in all den Jahren unserer Gästearbeit und unseres Unterwegsseins entstanden sind und sich vertieft haben.
Dieses Erleben ist für uns schön und schwer zugleich.
Schwer, weil es einen Abschiedsschmerz erzeugt und verstärkt, zu wissen Vieles wird zu einem Ende kommen und es ist ein Prozess des Loslassens.
Zugleich ist diese Erfahrung aber auch eine Bestätigung unseres Auftrages von Gott, Beziehungen zu leben und dahinein zu investieren mit unseren Gaben und Möglichkeiten. Das ermutigt uns auch zu glauben, dass Gott uns in diese Richtung weiterführt und neue Möglichkeiten aufzeigen wird, wie wir das praktisch leben sollen und können.
Über all die Jahre haben wir es erlebt, wie Gott uns weitergeführt hat, und wie er aus Situationen, die manchmal zunächst schwierig waren, letztlich etwas wunderbar Neues geschenkt hat.
Ja, so gab es immer wieder Veränderungen durch die Gegebenheiten, die in unsrer Gemeinschaft da waren, durch die Gaben, die neue Schwestern mit einbrachten oder Begabungen, die durch ausgetretene Schwestern wegfielen…
hinten v.l: Srs Helene, Inge, Carmen, Heidrun, Sigrid, Astrid / vorne v.l.: Srs. Conny, Simone
Und in dem allem sind es dennoch die Grundverheißungen Gottes und unser Grundauftrag die bleiben:
Wir sind von Christus getragen und wir wollen Christus zu den Menschen tragen.
Wie das jeweils konkret aussieht, wird sich immer wieder verändern.
In den ersten drei Monaten 2026 werden wir Schwestern hier eine Sabbatzeit haben, in der wir intensiv am Fragen und Überlegen sein wollen, was für uns mit unseren Möglichkeiten sich neu auftun könnte.
DieOffenen Abendewerden auch in dieser Zeit stattfinden und Einzelgästesind uns nach der Sabbatzeit wieder herzlich willkommen.
Ebenso gibt es in der 2. Jahreshälfte wieder Oasentageund fürjunge Frauen die Möglichkeit mitzuleben, zu denen wir herzlich einladen.
Ansonsten sind wir gespannt, wie Gott uns weiterführt und vertrauen darauf, dass er es gut machen wird.
Herzlich danken wir Ihnen für alle Verbundenheit, die vielen schönen und ermutigenden Begegnungen und alles Mittragen unserer Arbeit. Wir freuen uns weiterhin über jede Begegnung.
— Schwestern aus Hergershof, 20. Dezember 2025