Jujuy, Argentinien

Jujuy liegt am Fuß der Anden. Die Provinz hat große soziale und wirtschaftliche Problemen. Im Kinderheim »Hogar del Sol« und in der Tagesstätte »Arca de Noé« helfen wir besonders gefährdeten Kindern und ihren Familien.

Blick auf Jujuy

Blick auf Jujuy

Wir leben in einem Vorort von Jujuy auf 1300 m Höhe. Im Kinderheim »Hogar del Sol« (Haus der Sonne) haben schon viele bedürftige und oft auch kranke oder behinderte Kinder eine Heimat gefunden haben. Sie erleben herzliche Annahme statt Ablehnung und Misshandlung, Geborgenheit und Fürsorge statt Unsicherheit und Angst. In den Familiengruppen lernen sie Verantwortung zu übernehmen, erhalten intensive Förderung und werden so auf ein sinnvolles Leben vorbereitet. Oft ist psychologische oder andere fachliche Betreuung nötig. Manche Kinder werden vom Jugendamt zur Adoption vermittelt, andere bleiben so lange bei uns, bis sie ins Berufsleben einsteigen. Auch einige Hochzeiten wurden schon mit der Hogar-Familie gefeiert.

Wir engagieren uns hier auch in der kleinen Ortsgemeinde. Freundschaft und Beziehung zu den Menschen, die Gott uns in den Weg gestellt hat, sind uns dabei sehr wichtig.

In der Stadt Jujuy versorgen wir in der Tagesstätte »Arche Noah« 130 Kinder lediger Mütter oder sehr bedürftiger Familien. Alle kommen aus einem problematischen Umfeld. Nicht wenige Mütter sind sehr jung und wurden missbraucht, andere haben wechselnde Partner, einige sind schon an AIDS erkrankt. Manche Väter sind im Gefängnis, andere sind Alkohol- oder drogenabhängig und nicht selten gewalttätig. Deshalb begleiten wir die Erwachsenen und die Kinder seelsorgerlich und versuchen ihnen in ihren schwierigen Familien-Situationen ganz praktisch zu helfen. Zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen bieten wir Bibelkreise an, und auch bei Feiern weisen wir auf Jesus hin, den Guten Hirten. Wir glauben und erfahren, dass Gottes Barmherzigkeit und Liebe nicht Halt macht vor schmutzigen Hütten und chaotischen Familiensituationen.

Unsere langjährigen Mitarbeiterinnen sind einheimische Christen aus den verschiedensten Gemeinden Jujuys, die sich überzeugend und opferbereit einsetzen. Fachkräfte unterstützen uns auch in der Tagesstätte.

Sr. Babet und Sr. Vreni

Sr. Babet und Sr. Vreni

Der Christusträger-Waisendienst vermittelt die Patenschaften. Es gibt auch mehrere Gruppen in Deutschland, die sich seit Jahren mit großem Engagement und Kreativität für uns und die Arbeit hier einsetzen. Die Unterstützung durch einheimische Freunde und kirchliche Gruppen im Land hat in den letzten Jahren sehr zugenommen. Trotz steigender wirtschaftlicher Probleme in Argentinien kommen auch mehr und mehr ehemalige Kinder oder Mütter und bringen eine Spende. Das stärkt uns und lässt uns weiter auf Gottes Fürsorge vertrauen.

Sehr dankbar sind wir für unsere Schwesternschaft, dass wir Schönes und Schweres miteinander erleben und alles vor Gott bringen können. Es ist unser Anliegen, dass ER hineinwirken kann in die oft hoffnungslos scheinende Not und Verzweiflung der Menschen und in die traurigen Schicksale vieler unserer Kinder. Wir wollen dazu beitragen, dass die heilende Liebe Jesu ihre Herzen erreicht und ihren Alltag verändert.

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