Aktuelles

Erfreuliches aus dem Lepra-Krankenhaus in Rawalpindi/Pakistan

In dieser Woche konnten wir Schwestern in Rawalpindi zwei erfreuliche „runde Zahlen“ erreichen.

links Sr. Dr. Chris

Am Mittwoch machte Sr. Dr. Chris ihre 2000. Operation im Rawalpindi Leprosy Hospital (RLH). Sie freute sich besonders darüber, dass der OP wieder benutzt werden konnte. In der Woche vorher hatte sich die Zwischendecke des Ops gelöst und hing einen halben Meter durch. Glücklicherweise war die Lampe noch an einem Dachträger gut verankert, so dass weder der Patient noch das Op-Team zu Schaden kam. Mit einer Notkonstruktion aus Standleiter und Backsteinen konnten Zwischendecke und Lampe gesichert werden und alle 9 Operationen zu Ende gebracht werden. Es waren Termiten, die die gesamte Holzkonstruktion der Zwischendecke zerstört haben. In einer Großaktion war die alte Konstruktion der Zwischendecke gegen eine neue mit Eisenträgern und Iso-Platten aus Plastik ausgetauscht und das Lehmdach gegen Termiten behandelt worden. Dank des enormen Einsatzes des Hausmeisterteams war der OP ab Montag wieder benutzbar, allerdings musste erst eine umfassende Grundreinigung und Desinfektion durchgeführt werden. Am Mittwoch konnte dann wieder normal operiert werden, da stand auch die 2000. Patientin auf der Liste. Der Eingriff verlief komplikationslos und mittlerweile ist die Frau schon wieder entlassen.

Dr. Noreen – Mitte – bei der Visite

Am gleichen Tag kam der 1000. Patient zur Behandlung von multiresistenter Tuberkulose (MDR TB) ins RLH. Diese Erkrankung erfordert einen erheblichen medizinischen Einsatz und große Geduld vom Patienten und dem medizinischen Team. RLH liegt im landesweiten Vergleich von Pakistan in der Spitzengruppe der Behandlungszentren für MDR TB, bei uns sind immer zwischen 150 und 200 MDR TB Patienten unter Behandlung. Unser Behandlungserfolg liegt bei über 75%, was internationalen Qualitätskriterien entspricht.

Das ist ein großer Erfolg, an dem unsere CT Freunde in Deutschland durch ihre Unterstützung maßgeblich Anteil haben, dafür danken wir Schwestern in Rawalpindi ganz herzlich. Wir freuen sich sehr, dass wir so vielen Menschen im medizinischen Bereich helfen und die Liebe Gottes konkret weitergeben können.

Herzliche Grüße vom Rawalpindi Schwesternteam

Sr. Dr. Chris

Sr. Dr. Chris
Gynäkologin, Leitung des medizinischen Bereichs

Für die Patienten mit multiresistenter Tuberkulose ist das Corona-Virus eine besondere Gefahr. Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe hat am Welt-Tuberkulose-Tag am 23. März darauf hingewiesen und u.a. einen Artikel unserer Sr. Chris veröffentlicht:

https://www.dahw.de/unsere-arbeit/presseportal/pressemeldungen/meldung/awaiz-hat-das-leben-wieder-vor-sich-4938.html

 

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