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Abenteuerlich und primitiv begann unser Einsatz in ARGENTINIEN. Die Schwestern Brunhilde und Christina hörten 1967 den Ruf einer kleinen Gemeinde im unwirtlichen Buschwald des Chaco Salteño. Die Menschen dort hatten gerade die Bibel entdeckt und ihr altes Leben, das geprägt war von Streit und Alkohol, aufgegeben. Per Pferd erreichten die Schwestern die weit verstreut lebenden Menschen und wohnten zuerst in einer Palmenhütte ohne fließend Wasser. Sie begannen, die Kinder zu unterrichten und die Kranken zu behandeln. Später wurde ein Brunnen gebohrt und die Station „El Manantial" („Die Quelle") aufgebaut. Dabei halfen anfangs deutsche und Schweizer Freunde mit. Heute stehen dort solide Häuser, u.a. eine staatlich anerkannte Grund- und Hauptschule mit Internat und eine Krankenstation, und das umliegende Gebiet hat sich sehr entwickelt. Bis zum Jahr 2005 koordinierte Sr. Helene die Aufgaben, seitdem wird die Station selbständig durch die einheimischen Mitarbeiter weitergeführt, unterstützt vom Christusträger-Waisendienst.

Einige Jahre behandelten und unterrichteten die Schwestern Bärbel und Brunhilde in einem weiteren Ort im Chaco, in Las Tortugas.

1977 begannen die Schwestern Bärbel und Brigitte mit dem Bau des Kinderheimes in Jujuy. Jüngere Schwestern kamen nach und führen die Aufgaben im Heim und in der Kita weiter.

Von 1994 - 2005 war ein Team in Humahuaca, einer kleinen Stadt nahe der bolivianischen Grenze in den Anden, 3000 m hoch. Mit dem Omnibus, per Pferd oder zu Fuß suchte Sr. Brunhilde die abgelegenen Bergdörfer auf, um die Kinder und Jugendlichen zu unterweisen und sie zum Glauben an Jesus Christus zu führen. Sr. Helga gab den Anstoß zur Gründung des Vereins „Esperanza" (Hoffnung), um behinderte Kinder und Jugendliche zu betreuen und zu fördern.

Sr. Margarete half mehrere Jahre in Rosario bei der Betreuung von Straßenkindern und ledigen Müttern.

 

Weil unsere Schwestern in Asien viel Erfahrung in Lepra gesammelt hatten, wollten wir auch in BRASILIEN in diesem Bereich arbeiten. Im Jahr 1971 kam das erste Schwesternteam nach Rio Branco, nahe der Grenzen zu Peru und Bolivien. Ab 1974 errichtete Sr. Ursula eine orthopädischen Schuhwerkstätte für die Leprakranken. Sr. Christina begann mit einer sozial-pädagogischen Arbeit, zuerst mit einem Kinderheim, später leitete sie eine Kindertagesstätte. Dabei stand ihr unsere brasilianische Schwester Margarida treu zur Seite. Im Jahr 2009 wurde die Kita umgewandelt in ein christliches Schulungszentrum, das durch eine andere Mission getragen wird.

Inzwischen leben fast alle unsere „Pionier-Schwestern" wieder in Schwesternhäusern in Deutschland, mehr oder weniger im „aktiven Ruhestand". Allen ist das Gebet für die einheimischen Freunde und Mitarbeiter wichtig, die größtenteils die Aufgaben weiterführen.So tragen sie weiter mit - anders als vorher, aber doch ganz entscheidend.