Geschichte im Ausland
Aus der gelebten Gemeinschaft wuchs der Dienst für andere.
Bruder Erwin Klinge, einer der Gründer der Christusträger, hat uns die Not der Armen in der sog. Dritten Welt ans Herz gelegt. So war und ist das Engagement in Übersee ein besonderer Schwerpunkt.
Am 2. Mai 1963 flogen die Schwestern Waltraut und Hildegard nach PAKISTAN.
Sie waren motiviert, ihr Leben einzusetzen, wo Gott sie gebrauchen würde. Ihr Dienst begann in Lalukhate, einem Slum in einem ausgetrockneten Flussbett in Karachi.
Bald kamen andere Schwestern und Brüder. Sie entwickelten das Lepraasyl Manghopir am Stadtrand von Karachi zu einem Krankenhaus. Jesu Wort in Matthäus 25 war wegweisend: „Was ihr einem dieser meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan." Diakonie ist die offene Tür, durch die Menschen in moslemischen Ländern Christus begegnen können und fragend werden.
Mehrere Jahre baute Sr. Dr. Wanda mit einigen Schwestern ein Hospital in Jhokan, in einem Stammesgebiet im Norden Pakistans, auf. Die Betreuung des Lepraasyls in Balakot gehörte auch zu ihren Aufgaben. Später wurde das Leprakrankenhaus in Rawalpindi übernommen und seitdem fortlaufend weiter entwickelt. Wir sind dankbar für einen Freundeskreis von Gruppen und Einzelpersonen, die uns dabei unterstützen.
Parallel zur medizinischen Arbeit begannen wir, uns um KINDER IN NOT zu kümmern. Zuerst waren es die Kinder leprakranker Eltern in Karachi und Balakot, die damals keine Chancen hatten. Inzwischen sind es Kinder aus der christlichen Minderheit, die in besonderer Weise Hilfe brauchen. Sie leben in unseren eigenen Heimen in Karachi und in Rawalpindi, werden in andere Einrichtungen vermittelt oder in ihren Familien unterstützt.
Um diese Aufgaben finanziell zu tragen, gründeten wir, zusammen mit den Schwestern Gretel Knauber, Herta Damolin und Anni Abler, 1968 das Patenschaftswerk Christusträger-Waisendienst.
Von Pakistan aus ging ein medizinisches Team (die Schwestern Dr. Wanda, Waltraut und Margrit) 1969 weiter nach INDONESIEN.
Abenteuerlich und primitiv begann unser Einsatz in ARGENTINIEN.
