Sr. Inge zu Besuch in Jujuy/Argentinien

Sr. Inge in der Kita Auf einem Regierungsbüro Fürsorge für jedes Kind Sr. Ulrike mit Ex-Heim-Jungen Sr. Inge verständigt sich herrliche Berge Sr. Ulrike, Sr. Vreni, Sr. Babet Kakteen

Natürlich ist ein Besuch nur befristet und ein ganz kleiner Ausschnitt, doch wir hatten gute Zeiten der Gemeinschaft und des Austauschs.

 

Sr. Vreni nahm mich mit zu Behörden und Ämtern, denn für sie und ihre Mitarbeiterin Chela gehört es leider zu ihrem Alltag, immer wieder dort vorzusprechen, Anträge oder Verträge einzureichen und nachzufragen, was aus den Papieren geworden ist. Die Beamten sind meist sehr freundlich und schätzen den Einsatz für die Kinder, die gesetzlichen Rahmenbedingungen erschweren ihn leider. Ich durfte mich überzeugen, dass die Kindertagesstätte „Arca de Noe“ für viele Kinder und deren Mütter ein Segensort ist. Die Kinder werden sehr gut versorgt und betreut von einem tollen sehr engagierten Mitarbeiterteam. Gerne geben sie ihren Glauben an die Kinder und Mütter weiter.

 

Auch im Kinderheim „Hogar del Sol“ leben und arbeiten engagierte begeisterte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die inzwischen Freunde und Geschwister geworden sind. Gemeinsam beten sie für die ihnen anvertrauten Kinder. Sr. Babet ist fast rund um die Uhr in Bereitschaft, wenn die Kinder oder Mitarbeiter etwas benötigen. Zusammen mit Sr. Ulrike ist sie abwechselnd unterwegs mit einem oder mehreren Kindern zu den verschiedensten Ärzten, denn im Heim leben nicht nur einige schwer kranke, sondern auch mehrere verhaltensgestörte Kinder. Alle haben eine schwierige Familien-Geschichte und benötigen deshalb besonders viel Liebe und Zuwendung. Immer wieder kommen ehemalige Kinder zu Besuch. So z.B. Daniel - er berichtete freudig, dass er nun eine feste Anstellung in einem Sportgeschäft bekommen hat. Nach seinem Weggang im Hogar hatte er eine schwere Zeit. Er hatte sich manches leichter vorgestellt und gewünscht. Durch falsche Freunde kam er auf einen schlechten Weg. Doch er hat es geschafft, aus dem schlechten Umfeld rauszukommen. Gern denkt er an die Zeit im „Hogar“ zurück. Der Kontakt zu den Schwestern blieb erhalten. So schaut er immer wieder vorbei. Weitere ehemalige „Hogar-Kinder“ sind durch die sozialen Netze miteinander verbunden und helfen sich gegenseitig.

 

Es war auch sehr schön, die kleine Gemeinde am Ort kennenzulernen. Manche Lieder, mind. die Melodien, waren mir vertraut. Gott wird an allen Orten angebetet.

 

Der Norden Argentiniens mit seinen bunten weitläufigen Bergen und die vielen Kakteen erinnern an Karl May und seine Winnetou-Geschichten. An den freien Zeiten der Schwestern durfte ich diese wunderbare Landschaft erleben. Bei all dem Vielerlei ist es gut, zwischendrin die Stille an abgeschiedenen Orten oder in den Bergen zu finden. Ich bin sehr dankbar über Gottes Wirken und Segnen an diesem Ort.

 

Sr. Inge Majer CT