Familientreffen in Triefenstein

Im Kloster Triefenstein anzukommen war an sich schon eine besondere Erfahrung, alleine schon deshalb, weil ich knapp eine Woche vorher aus dem heißen, staubigen und lauten Pakistan zum Heimaturlaub in Deutschland eintraf.  Der Kontrast könnte kaum größer sein! Der Frieden, die Stille und die Pracht der Kirche haben mich am ersten Abend völlig überwältigt! Ebenso die Anzahl der Brüder und Schwestern, die aus allen Himmelsrichtungen vom In-und Ausland angereist waren.

Es war ein buntes und fröhliches Miteinander! Es wurde erzählt, gelacht, geschwiegen, gebetet und gesungen.  An jeweils einem Abend berichteten die Brüder und Schwestern von ihrem Leben und Tun auf den einzelnen Stationen. Was für eine Vielfalt an Aufgaben und Menschen, die diese ausführen! Was für ein Potenzial Gott da zusammengeführt hat! Es war ein Genuss zuzuhören, zu beobachten und mit einbezogen zu werden, sei es bei Gesprächen am immer reich gedeckten Esstisch, beim Spazierengehen, bei dem einige kurzerhand Christoph und Ingrid Zehendner ins Haus schneiten,  bei den gemeinsamen Andachten und dem Gottesdienst am Sonntagmorgen.  In kleinen Gruppen tauschten wir uns über die Quellen aus, die uns erfrischen und inspirieren.  Als besondere  Zugabe machten einige von uns einen Ausflug in den Turm, um dort die Turmfalken-Küken zu bestaunen.

Apropos Küken: Wie ein solches fühle ich mich auch in mancher Hinsicht: Manch ein Bruder und einige Schwestern gehörten bereits zu den Christusträgern, da war ich noch gar nicht auf der Welt! Viele haben schon in verschiedenen Ecken der Welt Vieles bewegt, während ich noch in den Kindergarten oder in die Schule ging und so gut wie keine Ahnung hatte von der Welt außerhalb der Kleinstadt, in der ich aufwuchs.

 Mein konkreter Weg mit den Christusträger-Schwestern begann Weihnachten 2014 mit der Anwartschaft, die ich in Pakistan absolviert habe. Dieses Wochenende bekam ich dann die schöne Mitteilung, dass ich ganz aufgenommen werde! Ich freue mich sehr darüber – und auch über die Freude der Brüder und Schwestern, die mich tief bewegt!

Am Sonntag nach dem Mittagessen kam viel zu schnell die Zeit zum Abschiednehmen. Dieses Wochenende war eine Zeit des Innehaltens und Genießens und Staunens über Gottes Wirken. Ich bin schon jetzt gespannt, was wir uns beim nächsten Treffen alles erzählen werden!