Schwesternteam in Jujuy Norden von Argentinien Sr. Babet im Hogar del Sol Sr. Ulrie eine der Heim-Familien Spielen im Garten Kindertagesstätte Sr. Vreni in der Tagesstätte Arche-Spielplatz Hausbesuch nur ein Raum für alle mehr draußen als drinnen geregelte Mahlzeiten Mittagsschlaf Schulbesuch Sorge für die alleinstehenden Mütter

Argentinien

 

J U J U Y ist eine wunderschön gelegene Stadt in den Anden mit über 280.000 Einwohnern. Doch es gibt auch Gewalt und Kriminalität, Alkoholismus und Drogenprobleme. Das bekommen viele Kinder von klein auf zu spüren. Tausende von Menschen leben in ausgedehnten Elendsvierteln. Im Kinderheim „Hogar del Sol" und in unserer Tagesstätte „Arca de Noé" wollen wir besonders gefährdeten Kindern und ihren Familien helfen.

 

 

 

Begonnen hat unser Einsatz in Argentinien im Chaco in der Provinz Salta. Es war ein Pionierdienst im Buschwald, und dort ist im Laufe der Jahre die Station „El Manantial" entstanden. Diese wird nun von argentinischen Mitarbeitern unter staatlicher Leitung weitergeführt. (Geschichte)


Seit 1978 leben wir als CT-Schwestern in einem Vorort von Jujuy, am Rande der Anden auf 1300 m Höhe, ganz im Norden Argentiniens. Unsere Provinz grenzt an die Länder Bolivien und Chile und ist stark geprägt von der indianischen Kultur. Die Region ist ständig mit großen sozialen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert.


Im Kinderheim „Hogar del Sol" (Haus der Sonne) haben schon viele bedürftige und oft auch behinderte Kinder eine Heimat gefunden haben. In vier Familiengruppen beherbergen wir  Waisen und Sozialwaisen, vom Baby bis zum Studenten. Wir wollen die Kinder mit der Liebe Gottes bekannt machen. Sie sollen herzliche Annahme erleben statt Ablehnung und Misshandlung, Geborgenheit und Fürsorge statt Unsicherheit und Angst. In den Kleingruppen lernen sie Verantwortung zu übernehmen, erhalten intensive Förderung und werden so auf ein sinnvolles Leben vorbereitet. Oft ist psychologische oder andere fachliche Betreuung nötig. Manche Kinder werden vom Jugendamt zur Adoption vermittelt, andere bleiben so lange bei uns, bis sie ins Berufsleben einsteigen. Auch einige Hochzeiten wurden schon in und mit der Hogar-Familie gefeiert.

 

Zu den Aufgaben von Sr. Babet als Leiterin des Kinderheimes gehört es u.a., die argentinischen Hauseltern und Hausmütter zu führen, zu beraten und zu unterstützen. Viel Zeit verbringt sie bei Behördengängen und bei Gesprächen auf den Gerichten, Jugendämtern und Schulen.

Sr. Ulrike unterstützt die Schwestern und ist oft mit den Kindern zu Zahnarzt- bzw. Arztbesuchen unterwegs. Sie erledigt den administrativen Bereich, sowie Korrespondenz nach Deutschland hin.

An den Sonntagnachmittagen unternehmen die beiden Ausflüge mit den Kindern in die nahe gelegenen Berge oder an Flüsse.


Aus der vielfältigen Not heraus, mit der wir immer wieder konfrontiert waren, entstand im Jahr 1986 in der Stadt Jujuy die Tagesstätte „Arche Noah" für Kinder lediger Mütter oder sehr bedürftiger Familien. Waren es am Anfang nur Vorschulkinder, sind es inzwischen ca. 110 Kinder im Alter von neun Monaten bis zu zwölf Jahren, die in altersgemäßen Gruppen betreut werden. Sr. Vreni (Erzieherin) stand zuerst Sr. Bärbel zur Seite, die schon lange vorher an verschiedenen Orten in Argentinien Pionierdienst getan hatte, und übernahm später die Leitung der Kita.


Alle Kinder kommen aus einem problematischen Umfeld. Vor der Aufnahme suchen wir die Hütten auf, um ein Bild der Not zu bekommen. Nicht wenige Mütter sind sehr jung und wurden missbraucht, andere haben wechselnde Partner, einige sind schon an AIDS erkrankt. Manche Väter sind im Gefängnis, andere sind Alkohol- oder drogenabhängig und nicht selten gewalttätig. Deshalb begleiten wir die Erwachsenen und die Kinder seelsorgerlich und versuchen ihnen in ihren schwierigen Familien-Situationen ganz praktisch zu helfen. Die vielen Einzelaufgaben, aus denen sich unser recht kunterbunter Alltag zusammensetzt, lassen es uns nie langweilig werden.


Zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen bieten wir Bibelkreise an, und auch bei Feiern weisen wir gern auf Jesus hin, den Guten Hirten. Immer wieder nehmen wir die Gelegenheiten wahr, mit Kindern und Müttern zu beten und sie zu segnen. Wir glauben und erfahren, dass Gottes Barmherzigkeit und Liebe nicht Halt macht vor schmutzigen Hütten und chaotischen Familiensituationen

 

Unsere MitarbeiterInnen sind einheimische Christen aus den verschiedensten Gemeinden Jujuys. Fachkräfte unterstützen uns tatkräftig im Kinderheim sowie in der Tagesstätte. 
Der Christusträger-Waisendienst vermittelt die Patenschaften.

[Christusträger-Waisendienst]


Es gibt auch mehrere Gruppen in Deutschland, die sich seit Jahren mit großem Engagement und Kreativität für uns und die Arbeit hier einsetzen. 

Wir engagieren uns hier auch in der kleinen Ortsgemeinde Reyes. Freundschaft und Beziehung zu den Menschen, die Gott uns in den Weg gestellt hat, sind uns dabei sehr wichtig. 

 

Sehr dankbar sind wir für unsere Schwesternschaft, dass wir Schönes und Schweres miteinander erleben und alles vor Gott bringen können. Es ist unser Anliegen, dass ER hineinwirken kann in die oft hoffnungslos scheinende Not und Verzweiflung der Menschen und in die traurigen Schicksale vieler unserer Kinder. Wir wollen dazu beitragen, dass die heilende Liebe Jesu ihre Herzen erreicht und ihren Alltag verändert.

 

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