„In dieser Kirche stiehlt doch keiner!“

Werte Schwestern!

Zweimal hielten wir bisher auf dem Rastplatz an der Kochertalbrücke. Hier macht es Freude anzuhalten. Die Kapelle ist ein echter Ruhepunkt, abgeschirmt vom Verkehrslärm, ein großartiger Platz zur Erholung für Leib und Seele.

 

In der Kapelle kann man sich nur freuen. Sie ist überaus einladend, ansprechend, hell, freundlich,

ein Raum zum sich Wohlfühlen.

Mir wurde klar: Schon dieser Raum ist Verkündigung. Ohne Worte darf ich ein Stück weit begreifen, was den christlichen Glauben ausmacht. Auch der Schriftenständer ist einladend und verkündigend, aber nicht "penetrant missionarisch". 

Ja, dies ist Evangelium und Verkündigung in bester Form - auch für "moderne Menschen" und "Menschen am Rande"!    

Es macht auch alles viel Arbeit und will ständig gepflegt sein. - D A N K E!

 

Noch ein kleines Erlebnis:

Wir hielten uns ein Weilchen in der Kapelle auf. Beim Rausgehen sieht mein Schwiegersohn einen großen "herrenlosen" Schlüsselbund einschließlich Autoschlüssel. Wir nehmen die Schlüssel mit, schauen draußen umher, wem sie gehören könnte, sprechen zwei Leute an, die vor uns im Gotteshaus waren -  sie schütteln den Kopf. Wir gehen an den Autos entlang, bedienen den elektrischen Schlüsselknopf um zu sehen, welches Auto blinkt - aber auch jetzt kommt niemand angerannt.

Nun rufe ich laut über den Platz:

 "Autoschlüssel gefunden! Wer braucht ein neues Auto?"

Seelenruhig melden sich zwei etwas ältere Frauen:

"Oh, das sind wir - Danke! – Aber, in dieser Kapelle stiehlt doch keiner. Da kommt man gar nicht auf solche Gedanken!"

Ich: "Sie haben Recht, in dieser Kapelle wird man eigentlich ‚nur gut!‘ Trotzdem könnte der liebe Gott doch auch sagen: ‚Ihr seid leichtsinnig‘. Und - wir sollen ja auch keinen in Versuchung führen. Aber ich bin auch oft vergesslich. Eine gute Weiterreise und Grüß Gott!"

 

 Also:  DANKE für all Ihren Dienst dort in dem Kirchlein und mit dem Kirchlein - für uns sonst nur Vorbei-Eilende !

Ihnen Freude und Kraft! 

In der Verbundenheit des Glaubens             

Klaus Z.  (daheim an der Schweizer Grenze)